NaTourWissen – Zu den Bergleuten im Osterwald

Im Zuge der Industrialisierung von Hannover im 19. Jahrhundert wurde immer mehr Steinkohle als Brennstoff benötigt. Um nicht nur von Lieferungen aus dem Ruhrgebiet und Lothringen abhängig zu sein, wurde zunehmend auch die heimische Deisterkohle ausgebeutet. Neben dem Klosterstollen in Barsinghausen war auch der Hüttenstollen im Osterwälder Revier ein wichtiger Abbauort. Die Bergleute kamen aus der ganzen Region Hannover und gingen jeden Tag viele Kilometer von den Bahnhöfen und ihren Heimstätten zur Arbeit im Hüttenstollen und abends wieder zurück. Dieser Bergmannsweg ist heute ein gut ausgeschilderter Wanderweg von 21 Kilometer Länge, der von Bad Münder am Deister bis nach Osterwald bei Salzhemmendorf führt. Wir wollen heute einige Stationen dieses Wegs genauer betrachten.

Wir fahren von Hannover zum Besucherbergwerk Hüttenstollen im Bergmannsort Osterwald am Osterwald. Um 10.00 Uhr erleben wir eine Führung durch den für Besucher ausgebauten Stollen bis zu den Abbauorten der Deisterkohle. Nach der Stollenfahrt besteht die Möglichkeit im angeschlossenen Museum einige Exponate der lokalen Bergbau-Geschichte zu betrachten. Um 12.00 Uhr machen wir uns zu Fuß auf den Weg zur Sennhütte auf der Kuppe des Osterwaldmassivs, wo uns zur Mittagspause ausreichend reservierte Plätze erwarten.

Danach besuchen wir das nahegelegene Schutzgebiet St. Avold mit seinen alten aufgelassenen Sandsteinbrüchen. Um 15.00 Uhr bringt uns der Bus nach Brüninghausen am Fuße des Nesselbergs. Von dort wandern wir ein Stück den Bergmannsweg entlang bis nach Altenhagen. Auf unserem Weg kommen wir an der Kukesburg – einer frühmittelalterlichen Wallburg – und einem der bedeutendsten Steinbrüche Deutschlands vorbei. Um ca. 17.30 Uhr steigen wir dann bei Altenhagen in den Bus, der uns nach Hannover zurückbringt.

* Diese Fahrt findet in Kooperation mit dem Unternehmen NaTourWissen statt und wird von Dr. Alexander Mudroch begleitet.

Preis für Kinder auf Anfrage

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