Zur Schillat-Höhle im Süntel

Mit NaTourWissen unterwegs

 „Der Hohenstein im Süntel war in germanischer Zeit eine Kultstätte, die der Frühlingsgöttin Ostara geweiht war.

Er diente als Versammlungs-, Gerichts- und Opferstätte. Hier, auf den Ostteil des Hohensteins, am Grünen Altar und an der Teufelskanzel oder Trudenstein genannt, haben die alten heidnischen Cherusker und später die Sachsen ihre Götter verehrt. Die christlichen Heerführer des Frankenkönigs Karl der Große wollten die sog. Heiden im Blutbachtal zum wahren Glauben bekehren. Der Name rührt von einer blutigen Schlacht her, bei der sich im Jahre 782 auf dem Dachtelfeld die Franken und Sachsen gegenüberstanden. So wird hier der Ort vermutet, wo die für das 782 Jahr urkundlich bezeugte Schlacht zwischen den Sachsen unter Herzog Widukind und den Franken stattgefunden hat, in der ein großes fränkisches Heer vernichtend geschlagen wurde. Das Wasser des Baches soll sich vom Blut der vielen Gefallenen rot gefärbt haben. Auch um die Figur des Baxmannes ranken sich Erzählungen und Sagen. So soll er in alter Zeit in Hessisch Oldendorf derartig sein Unwesen getrieben haben, dass man ihn schließlich an die Baxmann-Quelle verbannte, welche er mit einem Sieb leer schöpfen sollte, um Erlösung zu finden.“

Wir fahren morgens von Hannover aus nach Westen in Richtung Wesergebirge. Bei Lauenau fahren wir von der Autobahn herunter, um uns dem Ort Langenfeld im Süntel auf einer Landstraße mit besserer Sicht auf das vor uns liegende Hochplateau zu nähern. In Langenfeld angekommen steuern wir um ca. 10:00 Uhr das natour.NAH.zentrum der Schillathöhle an. Hier am Steinbruch des Riesenbergs wurde 1992 bei Sprengarbeiten eine Höhlung entdeckt, die bis 2004 zu einer Schauhöhle ausgebaut worden ist. Die viel bekanntere Riesenberghöhle in der Nähe steht unter Naturschutz und darf nicht von Gästen besucht werden. Nach der rund zweistündigen Führung durch die Schillathöhle haben alle Teilnehmer Zeit sich im angeschlossenen Landfrauen-Café zu stärken. Nach der Mittagspause um 13:30 Uhr begeben wir uns auf eine Wanderung unter der Leitung von Dr. Alexander Mudroch auf den nahegelegenen Hohenstein und in das dort befindliche Naturschutzgebiet. Wir besichtigen den Grünen Altar und erleben einen atemberaubenden Blick hinunter auf das Wesertal zwischen Hameln und Rinteln. Nachdem wir das Blutbachtal durchquert haben, ist am Ende noch genug Zeit für eine kurze Einkehr in der Baxmannbaude bevor uns der Bus wieder aufnimmt. Über Hameln geht es wieder zurück nach Hannover, wo wir um ca. 19:30 Uhr ankommen werden.

Den Preis für Kinder erfahren Sie auf Anfrage.

Foto: © Touristikzentrum Westliches Weserbergland

Foto: © natour.NAH.zentrum, Schillathöhle / Alexander Mudroch, NaTourWissen

Diese Fahrten finden in Kooperation mit dem Unternehmen NaTourWissen statt und werden von Dr. Alexander Mudroch begleitet.

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