Die Geschichte des Maschsees
Der Gedanke, in der Leinemarsch einen künstlichen See zu schaffen, ist erheblich älter als der Maschsee. Die häufigen Überschwemmungen von Leine und Ihme im Frühjahr, wenn die Schneeschmelze im Harz einsetzte, machten die Eindeichung der beiden Flüsse notwendig und im Zusammenhang damit wurde auch an die Anlage eines Sees gedacht. So schlug schon in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts der Architekt Unger vor, in den Maschwiesen zwei Seebecken zu schaffen. Es waren drei Gründe, die erst in den 30er-Jahren zur Schaffung eines künstlichen Sees in der Leinemasch führten:
- Die Notwendigkeit, das Hochwasserbett der Ihme einzudämmen.
- Der Wunsch, in der Nähe der Stadt ein Naherholungsgebiet mit Möglichkeiten für Wassersportler zu schaffen.
- Das öffentliche Arbeitsbeschaffungsprogramm der Stadt zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit (60.000 Hannoveraner 1932).
Erster Spatenstich am 21. März 1934
Der Bau des Sees wurde mit der Regulierung von Leine und Ihme gekoppelt, der Erdaushub für die Wanne des Sees wurde für die Deiche an den beiden Flüssen verwendet. Oberbürgermeister Dr. Menge – er war von 1925 bis 1937 OB – vollzog den ersten Spatenstich am 21. März 1934. In zwei Jahren und zwei Monaten wurde dann der See fertiggestellt. Etwa 1.600 Männer verrichteten 663.000 Tagewerke und hoben dabei 780.000 m3 Boden aus. So entstand das Becken für den See. Der See ist 38 ha groß, 2,4 km lang und von unterschiedlicher Breite. An der schmalsten Stelle ist er nur 180 m breit, an der breitesten Stelle 565 m. Er fasst 1.500.000 m3 Wasser.
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